Eine Reise durch die Entwicklung moderner Betriebe und Unternehmen

Jede Zeit hat ihre eigenen Herausforderungen

Jede Zeit hat ihre eigenen Herausforderungen. Und erfolgreiche Betriebe und Unternehmen waren schon immer diejenigen, die Veränderungen früh erkannt und daraus Chancen gemacht haben.

Genau dafür steht It's Business Time. Nicht für Vorschriften. Nicht für Bürokratie. Sondern für die erfolgreiche Umsetzung von Veränderungen in die betriebliche Praxis.

Das magische Dreieck der Beschaffung

Über viele Jahrzehnte galt in der Beschaffung eine einfache Regel.

Man nannte sie das magische Dreieck der Beschaffung.

Ein Drittel Kosten.

Ein Drittel Qualität.

Ein Drittel Termintreue.

Wer in allen drei Bereichen überzeugte, wurde Geschäftspartner.

Wer dauerhaft überzeugte, blieb Geschäftspartner.

Dieses Prinzip funktionierte über Generationen hinweg.

Vom Waldbesitzer über den Holzernter und Fuhrunternehmer bis hin zu Sägewerken, Händlern, Herstellern und Handwerksbetrieben.

Die Frage war meist einfach:

Kann der Lieferant liefern?

Liefert er die richtige Qualität?

Liefert er pünktlich?

Und über viele Jahrzehnte genügte das.

Als Informationen plötzlich schneller wurden

Dann begann eine stille Revolution. Computer hielten Einzug. ERP-Systeme entstanden. E-Mails ersetzten Briefe und Fax. Das Internet verband Märkte auf der ganzen Welt. Informationen wurden schneller. Und mit ihnen wurden auch die Erwartungen und Anforderungen schneller.

Was früher Tage, Wochen oder Monate dauerte, konnte plötzlich innerhalb weniger Minuten erledigt werden. Was früher kaum überprüfbar war, wurde zunehmend nachvollziehbar. Und was technisch möglich wurde, wurde irgendwann selbstverständlich.

Als Geschwindigkeit wichtiger wurde als Lagerfläche

Früher standen auf vielen Betriebsgeländen große Lagerhallen. Material wurde auf Vorrat gekauft. Bestand bedeutete Sicherheit. Doch mit zunehmender Digitalisierung veränderten sich auch die Lieferketten.

Just-in-Time wurde zum neuen Prinzip. Nicht möglichst viel lagern. Sondern möglichst genau dann liefern, wenn das Material benötigt wird. Lagerbestände wurden reduziert. Kapital wurde freigesetzt. Prozesse wurden effizienter.

Doch gleichzeitig entstand eine neue Abhängigkeit. Je weniger gelagert wurde, desto wichtiger wurde die Lieferkette.

Und je wichtiger die Lieferkette wurde, desto wichtiger wurden die Informationen über die Lieferkette. Früher war das Lager die Sicherheit. Heute sind Informationen die Sicherheit.

Als die Welt kleiner wurde

Parallel dazu wurden Märkte internationaler. Materialien, Vorprodukte und Waren kamen nicht mehr nur aus der Region. Lieferketten wurden länger. Komplexer. Internationaler. Neue Chancen entstanden. Neue Märkte entstanden.

Aber auch neue Risiken entstanden. Denn mit jedem zusätzlichen Beteiligten wuchs die Entfernung zwischen Ursprung und Endprodukt.

Als aus Produkten Geschichten wurden

Mit der Globalisierung veränderten sich auch die Fragen. Plötzlich interessierte sich der Markt nicht mehr nur für das Produkt. Sondern auch für die Geschichte dahinter. Woher stammt das Material? Wer war daran beteiligt?

Unter welchen Bedingungen wurde es gewonnen, verarbeitet oder gehandelt? Welche Auswirkungen hat es auf Umwelt und Gesellschaft? Bestehen Risiken von Kinderarbeit? Bestehen Risiken von Zwangsarbeit? Werden Menschenrechte beachtet? Wie wird Verantwortung organisiert? Und können diese Aussagen nachvollziehbar dokumentiert und verbindlich bestätigt werden?

Als Beschaffung mehr wurde als Einkauf

Während viele Unternehmen noch ausschließlich auf Kosten, Qualität und Termintreue blickten, begannen Vorreiter bereits früher, zusätzliche Verantwortung einzufordern. Nachhaltigkeit. Soziale Kriterien. Tariftreue. Menschenrechte.

Umweltverantwortung. Herkunftsnachweise. Lieferketteninformationen. Insbesondere öffentliche Auftraggeber entwickelten hierfür eigene Beschaffungserlasse, Vergaberegelungen und Anforderungen.

Was zunächst einzelne Ausschreibungen betraf, entwickelte sich Schritt für Schritt zu einer Erwartung, die heute Betriebe und Unternehmen aller Größenordnungen erreicht. Beschaffung wurde mehr als Einkauf.

Die große Welle neuer Anforderungen

Es folgten weitere Anforderungen.

  • PEFC
  • FSC
  • EUDR
  • DNSH
  • Compliance
  • Hinweisgebersysteme

Und natürlich jede Menge Formulare, Nachweise, Erklärungen, Bestätigungen und der eine oder andere bürokratische Irrsinn.

Viele Betriebe und Unternehmen hatten dabei nicht das Gefühl, dass eine große Veränderung stattfindet.

Es fühlte sich eher an wie eine endlose Reihe kleiner zusätzlicher Anforderungen.

  • Noch ein Formular.
  • Noch ein Nachweis.
  • Noch eine Erklärung.
  • Noch eine Kundenanfrage.
  • Noch eine Lieferantenbewertung.
  • Noch eine neue Anforderung.

Irgendwann wurde klar: Das sind gar nicht viele einzelne Themen. Es ist ein und dieselbe Entwicklung.

Aus der Lieferantenbewertung wird die Lieferkettenbewertung

Früher genügte es, den nächsten in der Kette zu kennen. Heute erwarten Kunden, Auftraggeber und öffentliche Beschaffungsstellen zunehmend Informationen über die gesamte Lieferkette. Der Markt betrachtet heute nicht mehr nur den direkten Geschäftspartner. Er betrachtet zunehmend die gesamte Kette dahinter.

  • Vom Waldbesitzer.
  • Über den Holzernter.
  • Den Fuhrunternehmer.
  • Das Sägewerk.
  • Den Händler.
  • Den Hersteller.
  • Bis zum verarbeitenden Betrieb.


Aus der klassischen Lieferantenbewertung wurde Schritt für Schritt eine Bewertung ganzer Lieferketten.

Aus Beschaffung werden Informationsdrehscheiben

Die Herausforderung bestand dabei nie in einer einzelnen Anforderung. Die Herausforderung bestand darin, den Überblick zu behalten. Denn PEFC, FSC, EUDR, DNSH, Menschenrechte, Tariftreue, nachhaltige Beschaffung, Lieferantenbewertungen, Hinweisgebersysteme und Compliance mögen auf den ersten Blick unterschiedliche Themen sein. In der Praxis laufen sie jedoch häufig auf dieselbe Frage hinaus: Können Herkunft, Verantwortung und Lieferketteninformationen nachvollziehbar dokumentiert und verbindlich bestätigt werden?

Aus Beschaffung wurden Lieferketten. Aus Lieferketten wurden Informationsdrehscheiben. Und aus Informationsdrehscheiben werden heute nachweisfähige Lieferketten.

Auf welchen Fundamenten LIEFAIRKETTE® aufbaut

Jede Zeit bringt neue Herausforderungen hervor. Märkte verändern sich. Technologien entwickeln sich weiter. Kundenerwartungen verändern sich. Gesetze werden angepasst. Standards werden weiterentwickelt. Neue Anforderungen entstehen.

Doch erfolgreiche Betriebe und Unternehmen benötigen etwas, das über einzelne Vorgaben hinaus Bestand hat.

Genau deshalb basiert LIEFAIRKETTE® auf anerkannten Grundlagen und bestehenden Systemen. Die technische Rückverfolgbarkeits- und Chain-of-Custody-Logik basiert auf der DIN ISO 38200-zertifizierten Infrastruktur IBT.EARTH®.

Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte orientieren sich an den Grundsätzen der ISO 26000 für gesellschaftliche Verantwortung. Gleichzeitig berücksichtigt das System Anforderungen aus nachhaltiger Beschaffung, Menschenrechten, Tariftreue, Compliance, DNSH, EUDR, Lieferkettenverantwortung sowie weiteren Markt-, Kunden- und Auftraggeberanforderungen. Dabei steht nicht die einzelne Vorschrift im Mittelpunkt.

Im Mittelpunkt steht die Fähigkeit, Herkunft, Verantwortung und Lieferketteninformationen nachvollziehbar zu dokumentieren und bei Bedarf verbindlich bestätigen zu können.

Die Antwort auf eine neue Zeit

Genau hier liegt der Wert von LIEFAIRKETTE®. Nicht als weiteres Zertifikat. Nicht als weitere Vorschrift. Nicht als weiterer Ordner. Sondern als Struktur. Als Orientierung. Als nachvollziehbares System. Als praktische Umsetzung einer Entwicklung, die längst Realität geworden ist. Viele Anforderungen. Ein System. Viele Nachweise. Eine Struktur. Viele Beteiligte. Eine nachvollziehbare Lieferkette.

Die Entwicklung ist längst Realität

Dass diese Entwicklung längst Realität geworden ist, zeigt sich nicht nur bei Kunden, Auftraggebern und Betrieben.

Sie zeigt sich auch in der öffentlichen Beschaffung.

So wird LIEFAIRKETTE® auf der Homepage des Landes Berlin als operatives Lieferketten-Compliance-System beschrieben, das Betriebe und Unternehmen bei der strukturierten Dokumentation von Lieferketten sowie bei der Umsetzung von Anforderungen wie EUDR, Lieferkettenverantwortung und nachhaltiger Beschaffung unterstützt.

Für uns ist diese Beschreibung vor allem die Bestätigung einer Entwicklung, die viele Betriebe und Unternehmen bereits täglich erleben.

Die Zukunft der Beschaffung

Das magische Dreieck der Beschaffung ist nicht verschwunden.

Aber die Welt ist größer geworden.

  • Kosten.
  • Qualität.
  • Termintreue.
  • Herkunft.
  • Nachhaltigkeit.
  • Menschenrechte.
  • Tariftreue.
  • Transparenz.
  • Nachweisfähigkeit.

Die Anforderungen werden sich auch in Zukunft verändern. Neue Themen werden entstehen. Neue Erwartungen werden entstehen. Neue Herausforderungen werden entstehen.

Doch eines wird bleiben: Erfolgreiche Betriebe und Unternehmen erkennen Veränderungen nicht nur. Sie setzen sie erfolgreich um.

It's Business Time

Veränderung in die Praxis bringen.